günter specht

sein sehen
sein denken und wundern mit hingabe
verzeichnet und dargestellt im

gütersloher tagebuch

wie auch seine liebe
zu jener fantasievollen stadt

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                täglich neu

bow ... welche gewalt
doch manche 
erkenntnisse haben ...
aber als wir kinder waren ... fanden wir solche sätze toll

wenn fliegen
hinter fliegen fliegen
dann fliegen
hinter fliegen fliegen

klüngeln

mein gott
wie lange habe ich das wort
nicht mehr gehört

diese urururgütersloherische wort

wunderschöne kinderwelten

wandkunst in gütersloh

gemacht für augen
die gern staunen und leuchten

kreidealgen

 

die kreide der kreidezeit entstand nicht durch muscheln

sondern durch algen

meterdicke algenteppiche / ablagerungen sanken auf den meeresgrund

 

kreidealgen

die apostel kirche
jahrhunderte lang wurde sie von katholiken und evangelen gemeinsam genutzt


friedlich

unsere
beeindruckenden
seelenkräfte

ja ...
aber ein kleinwenig helfen müssen wir ihnen schon

musik # poetische worte # kluge gedankengänge # bewegung # tanz # spiel #

vor allem das spiel # der spielerische gedanke # bilden den humus für unsere seelenkräfte #

auf dem unsere psychische gesundheit beruht

 

schon ein leises vor sich hinsummen öffnet tausende fenster zum licht

wer gütersloh und seine weitere umgebung kennt
weiss dass man nicht wer weiss wohin in urlaub fahren muss

der
sensationsstip des tages


das zauberhafte furlbach tal
lasst euch begeistern vom weissen bach

einmalige weltsensation
sowas gibts in 4 mio kilometer umkreis nicht ein zweites mal

nicht mal auf dem mond

ein storchenkind hat seinen ersten flug gewagt

und hat es offensichtlich
zurück ins nest geschafft ...
denn nachts sind nun doch
alle 4 noch einmal zusammen

aber bald werden nun die jungstörche  allein vorab
gen süden fliegen ... ein rätsel
wie sie den weg finden

im moment erklären viele prominente* ihre neue lebenshaltung




 

und gut hört es sich an

denn es stimmt … man braucht wenig um glücklich zu sein

 

vor allem wenn andere sinnvolle interessen das leben ausfüllen & erfüllen … dann wird konsum zur spartanischen nebensache

und geldausgeben für firlefanz zum grössten unsinn

 

und siehe da

das leben wir spottbillig

das schaffen aber nur kluge menschen
 


(geldreserven  brauchen solche glücklichen nur für ihr sicherheitsgefühl … geld das still und unangetastet im hintergrund liegt)

verzicht der glücklich macht

* wenns bei manchen prominenten auch nur pr gequatsche ist ... so stimmen doch die erkenntnis 

eindrucksvolle
wandkunst
in gütersloh

stiekum

wer weiss schon noch was

bedeutet

es gibt schon geheimnisvolle orte

und es gibt spezial agenturen
die solche orte sammeln um sie zb filmcrews als drehorte anzubieten

die kataloge dieser agenturen zeigen unwirkliche zauberwelten

die armen arbeiter bei tönnies arbeiten für hungerlöhne

 

sie verdienen hier aber möglicherweise das zehnfache (?? oder 4 oder 6 fache ??)
von dem was sie in ihrem eigenen land verdienen

 

ich glaube
wir sollten mal über unsere unlogik und unser dämliches gequatsche nachdenekn

 

die armen arbeiter kommen hier hin

weil aus ihrer sicht hier das paradies ist … was den verdienst betrifft … und die bedingungen sind sogar besser als zu hause
 

die kommen nicht hier hin weil sie blöd sind

brimborium

die corona neuinfektionen
gehen in gütersloh
stark zurück

landrat adenauer könnte bald die beschränkungen wieder aufheben

aber da ist ihm nun ein gericht zuvorgekommen und hat entschieden der lockdown muss beendet werden

was bedeutet das

 

ob das veerhoffhaus nun wieder öffnet

denn 12 junge künstler stellen dort aus

oder ob das ganze kulturleben nun wieder erwacht und weitere gütersloher künstler wieder die stadt beleben

zb pedro barrocal
mit seinen
rätselhaften
grossformatigen
tafelbildern

oder joan moreno mit seinen super realistischen motiven

im zentrum der eigenen peripherie

dies ist ein ausschnitt … der langtext steht am ende (unten) auf dieser seite

 

armutsindustrie macht stimmung

armutsforscher und sozialverbände machen stimmung

 

Das weit verbreitete Gefühl für eine wachsende Ungerechtigkeit scheint also ebenfalls „angelernt“ zu sein. Dabei spielt die armutsindustrie eine entscheidende rolle. Die Armutsindustrie, das ist ein teilweise staatlich finanziertes Konglomerat, angeführt von zahlreichen Inhabern von Lehrstühlen für Armutsforschung über diverse Sozialverbände und soziale Initiativen bis hin zur Linkspartei, dem linken Flügel der SPD und Teilen der Grünen.

Diese armutspolitische Interessengemeinschaft agiert mit freundlicher Unterstützung vieler Medien, angeführt von den öffentlich-rechtlichen Anstalten. 

Sie alle haben angeblich nur das Wohl der Armen im Auge, handeln aber keineswegs so uneigennützig, wie sie sich gerne geben. In Wirklichkeit betreiben sie Profitmaximierung mit dem Ziel höherer Forschungsetats oder höherer staatlicher Zuschüsse für ihr soziales Engagement. Bei der Stimmenmaximierung sind die hier aktiven politischen Gruppierungen indes noch nicht vorangekommen, und zwar aus nachvollziehbaren Gründen: Nicht wenige angeblich Arme fühlen sich gar nicht so arm, wie sie in der veröffentlichten Meinung dargestellt werden. Von den wirklich Armen haben hingegen viele resigniert und gehen nicht (mehr) zu Wahl.

 

interessante untersuchungergebnisse /// wir werden also nur mal wieder verarscht … nur so … weils so einfach geht … dies ist ein ausschnitt …
der langtext steht am ende (unten) auf dieser seite

filmstill
während unserer aufnahmen
zum film 

„hektor mit der zeitungsmütze“

wohlwollen

wenn ich's recht bedenke
dann waren die frühen aktivitäten die mich glücklich machten immer sehr billig

bei meinem zeichnen reichte etwas papier und einige stifte

bei meiner liebe zu allem was da wächst und gedeiht reichten meine augen

bei meiner neugier auf das schöne westfalen reichten meine füsse und das fahrrad

und bücher/// ich war der 350 leser der städtischen bibliothek ... ja das war glaube ich zunächst auch kostenlos ... oder kostete es pro buch 10 pfennig?

ich verschlang tausende

und im schachverein sein
im jazzverein
bei den eichenkreuzlern turnen
in der evgl jugendgruppe sein ... das alles kostete auch nichts

alle unternehmungen mit diesen gruppen ebenso 0

und so ging's weiter ...
mein leben ist voll von
vielen glückliche aktivitäten für 0 geld

"lichtmond"
LICHTMOND

die rasselbande

das sind ca 50 jungmeisen
oder mehr

angereichert durch dompfaffe ... kleiber ... rotkehlchen ... grünlinge ... birkenzeisig ... amseln ... buchfinken ... heckenbraunelle ... eichhörnchen und einem igel pärchen

die bei uns das sommerfutter*** fressen ...
schon ihre aufzucht ihr flüggewerden
geschah in rekordzeit ...
jetzt aber wurde unsere sommerfutterstelle
zum meisen jugendtreff ... wenn wir futter nachfüllen sitzen sie daneben und gucken zu ... 
dann aber geht's los

*** ohne sommerfutter dauerte es ewig
(insektenmangel) ehe die brut flügge wurde

in peter zumthors reich der sinne

 

das museum kolumba in köln ist ein rausch des erlebens

 

ausserdem steht man vor den 2000 jahre alten ursprüngen kölns … wie auch 1000 jahre … 500 jahre … 70 jahre

 

alles zustände bezog peter zumthor in seine zauberwelt mit ein … man wandert durch die originalstellen und jahrtausende

hokuspokus

welch wundersames wort … gesagt verwandelten sich die dinge … 

zauber wurde wahr

und unsere augen staunten und glänzten

 

aber auch das war nur mal … zauber der kinder faszinierte und mit hokuspokus anfängt … gibt es das überhaupt noch

 

gibt es diese wundersam

kinderwelt noch

einen grossteil meiner freizeit
schenke ich der gesellschaft

ich bin krankenhaus clown

manche menschen sind sehr arm


denn das einzige was sie haben

 

                                 
                                   ist geld

unsere überquerung
des simplonpasses
im sommer 1987 (8.august)
bei starkem schneetreiben

noch einmal schickte uns tamah kamlem
ein zauberhaftes gedicht aus washington dc

windabdruck

 

neues atmen uebers land  

so der sommer an der schwelle steht

gruene wiesen versprechen sich

lautes laub schminkt pfade bunt  

warum klagelieder singen

wenn erinnerungen uns weiter die hand reichen

auch als die zeit unheil hustete

gab es namen

pantomimen

zeichnungen

und woerterbuecher

damit kinder von klein auf hoffen

buchstabieren, malen und verschenken.

 

tamah

oft stand ich da draussen
allein in den feldern
war glücklich und zeichnete

so wird das frühstück appetitlich,

auf jeden fall doch recht gemütlich.

wer zeit hat, kann sie hier genießen

und sie mit milchkaffee begießen.

 

 

autor unbekannt

lange stand der schuppen am lutherweg als unterstand fürs vieh ... bot bei schlechtem wetter schutz

nun aber ist auch er verschwunden ... ordnung wird in unserer landschaft gebracht ... auch den kleintieren werden die unterschlupfe genommen

die praktische utlucht

(an der hohenzollernstrasse 11)

 

1. musste man doch wissen wer da auf der strasse läuft

2. es könnte ja auch anrollender besuch sein

warum trampeln wir durchs leben und sehen sie nicht

 

die steine
unter unseren füssen

mit ihrer unendlichen schönheit
ja ... schmuckstücke sind es

wir bringen immer kuchen mit

wenn wir sie besuchen

denn hier
hinter ihr „der stahlschen tür“

sagten wir ja
vor zeugen

unser erstes ja …

das viel wichtigere allerdings …
ist nun schon noch länger her …

es ereignete sich am 10.9.1955 gegen 19:48 uhr ...
am pavenstätter weg in einem schrebergarten///
ja ... bei einer kleinen feier mit unseren 12 freunden///

wir hatten uns gerade in einer verlosung gewonnen ...

und fanden beide den zufall
schlagartig zauberhaft …
bis heute ...
nun schon 65 jahre lang

ach
allerliebste
du so furchtbar geduldige///
lang
wie drei leben

gütersloh bizarr

natürlich kennt jeder diesen blick

 

aber noch nicht jeder genoss ihn
in ihm angemessener ruhe
und in seiner ganzen pracht
und nicht jeder nahm das strahlen der kandelaber ... den brillanten gleich ... wahr

und nicht jeder erkannte
den üppigen charakter im sonst so
bescheidenen gütersloh

das gütersloher theater

unser theater

auch das gebäude
ein optisches erlebnis

der gang durch die räume
eine sinnenreise

     geistesblitze
                           bitte hier
           einschlagen 

ab 8:15 uhr

liebe blitze beachtet ausserdem bitte folgende ruhezeiten
12:30 -13:30 uhr mittagspause///
ab15:30 vorbereitung auf feierabend///
dienstag vormittags  teambesprechung///
freitags ab 12:00 geschlossen///
 

der praktische tischhalter
um gedankenblitze zu bündeln
und das tischflächenmanagement zu erleichtern
(die verwaltung)

wandelst du
durch gütersloh
dich stets grüsssen über zäune die

 blauen blumen

der poesie

moltkestrasse

     oh wundersamer
       gartenfund

gütersloh

zauberhafte treppenhäuser

versteckt in den alten gebäuden der berliner strasse

klassisch klares artdeko

berliner strasse 53 gütersloh

als willem schulz
mit seiner musik durchs ganze haus wanderte und uns die schönheit unseres theaters zeigte

gütersloh was bist du doch ein wunder schöner ort
so hier und da und viel

das wunderschöne theater gütersloh

güterslohs heimlichkeiten sind schmal

   grad schmal
für eine
    heitere frau

am alten kirchplatz

die brote sind gepackt


gütersloh / kunst im öffentlichen raum

ja ... aber welches denn
ist das grösste kunstwerk
     in gütersloh


"die umarmung"
eine ausladende  glas skulptur
47 schritte breit
auf dem willy brandt platz

eine brisante untersuchung

das institut allensbach ist eigentlich nicht für tendenziöse manipulationen bekannt

also wirds wohl stimmen

 

 

Institut Allensbach / untersuchung über die armutsindustrie

die deutschen werden verarscht

und missmut wird ihnen von der armutsindustrie antrainiert

 

Wie wir Armut überschätzen

VON HUGO MÜLLER-VOGG am 4. Juli 2020

 

Die so genannte Armut muss als Begründung für höhere Steuern oder die Einführung einer Vermögensabgabe herhalten. Dabei hilft die weitverbreitete Unkenntnis über das tatsächliche soziale Gefälle.

Der Missmut der Deutschen wirke „angelernt“, befand das Institut Allensbach in einer Studie im Oktober 2018. Die Meinungsforscher schrieben es dem Einfluss der Medien zu, dass die Mehrheit die eigene Lage deutlich besser einschätze als die des gesamten Landes. Dasselbe Phänomen zeigt sich in den Erhebungen der Forschungsgruppe Wahlen für das Politbarometer. Aktuell stufen zwei Drittel der Befragten die eigene wirtschaftliche Lage als gut ein, während nur ein Drittel das dem Land insgesamt attestiert. Was bedeutet, dass es der Mehrheit wirtschaftlich gut geht, obwohl das Land insgesamt nicht so gut da stehen soll. Ein alles andere als logischer Befund. 

Auch beim Thema wachsender Ungerechtigkeit zeigen Umfragen recht widersprüchliche Einschätzungen. Wird in Umfragen explizit danach gefragt, wie gerecht oder ungerecht es hierzulande zugehe, plädiert eine klare Mehrheit für das Prädikat „ungerecht“. Wird jedoch allgemein danach gefragt, was die Menschen am meisten bewege, rangiert das Thema „soziales Gefälle“ meistens ganz hinten. 

 

Armutsforscher und Sozialverbände machen Stimmung

Das weit verbreitete Gefühl für eine wachsende Ungerechtigkeit scheint also ebenfalls „angelernt“ zu sein. Dabei kommt der Armutsindustrie das Verdienst zu, den Deutschen das Bewusstsein einer ständig wachsenden Kluft zwischen oben und unten vermittelt zu haben. Die Armutsindustrie, das ist ein teilweise staatlich finanziertes Konglomerat, angeführt von zahlreichen Inhabern von Lehrstühlen für Armutsforschung über diverse Sozialverbände und soziale Initiativen bis hin zur Linkspartei, dem linken Flügel der SPD und Teilen der Grünen.

Diese armutspolitische Interessengemeinschaft agiert mit freundlicher Unterstützung vieler Medien, angeführt von den öffentlich-rechtlichen Anstalten. 

Sie alle haben angeblich nur das Wohl der Armen im Auge, handeln aber keineswegs so uneigennützig, wie sie sich gerne geben. In Wirklichkeit betreiben sie Profitmaximierung mit dem Ziel höherer Forschungsetats oder höherer staatlicher Zuschüsse für ihr soziales Engagement. Bei der Stimmenmaximierung sind die hier aktiven politischen Gruppierungen indes noch nicht vorangekommen, und zwar aus nachvollziehbaren Gründen: Nicht wenige angeblich Arme fühlen sich gar nicht so arm, wie sie in der veröffentlichten Meinung dargestellt werden. Von den wirklich Armen haben hingegen viele resigniert und gehen nicht (mehr) zu Wahl.

 

Armutsgefährdung ist etwas anderes als Armut

Auf die meisten Medien als ihre willigen Helfer kann sich die Armutsindustrie blind verlassen. Jede Umfrage zum Thema Ungerechtigkeit, jede noch so fragwürdige Studie zur Armut darf mit breiter medialer Resonanz rechnen Jedes Mal, wenn das Bundesamt für Statistik oder ein Sozialverband die „Armutsgefährdungsquote“ neu berechnet, schafft es das Ergebnis auf die Titelseiten und in die Hauptnachrichtensendungen von Fernsehen und Hörfunk. Der Tenor der Kommentare lässt sich dabei leicht vorhersagen. Geht die Quote nach oben, ist dies ein weiterer Beweis dafür, dass die Armen immer ärmer werden. Geht sie dagegen zurück, ist das ein Rückgang auf viel zu hohem und damit nicht zu akzeptierendem Niveau.

Die Armutsgefährdungsquote soll anzeigen, wie hoch der Anteil derer ist, die in Armut abzurutschen drohen. Als armutsgefährdet gilt eine Person, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung auskommen muss. Mittleres Einkommen bedeutet: Eine Hälfte der Bevölkerung hat mehr, die andere weniger. Bei Einzelpersonen lag dieser Schwellenwert 2018 bei etwas mehr als 1.000 Euro im Monat, bei einer Familie mit zwei Kindern bei knapp 2.200 Euro, jeweils einschließlich staatlicher Transferleistungen. Die Armutsgefährdungsquote ist seit 2005 unter Schwankungen tendenziell angestiegen, von knapp 15 Prozent auf zuletzt 16 Prozent.

 

Das Lied von der Verelendung

Obwohl die Statistiker korrekt von „Armutsgefährdungsquote“ sprechen, verwenden die Medien fast durchgängig den Begriff „Armutsquote“ und melden eine steigende Zahl von „Armen“. Sozialverbände und Sozialpolitiker des links-grünen Spektrums sprechen in der Regel ebenfalls von Armut und nicht von Armutsgefährdung. Der Ton macht hier die Musik; in diesem Fall wird hier das Lied von Verelendung und Verarmung angestimmt – und vielfach geglaubt.

Der leichte Anstieg der Quote ist nicht etwa das Ergebnis tendenziell sinkender Löhne und Sozialleistungen. Hier spielen andere Faktoren eine Rolle. So war der Zustrom an Flüchtlingen gleichbedeutend mit einem Anstieg der Zahl der Transferempfänger. Bei Menschen mit Migrationshintergrund liegt die Quote bei 28 Prozent. Zudem hat die Zuwanderung aus ehemaligen Ostblockstaaten die Zahl prekär Beschäftigter erhöht. Zuwanderung und höhere Armutsgefährdung hängen also eng miteinander zusammen. Dass die hohe „Armutsquote“ von Zuwanderern in den Medien kaum erwähnt wird, kann nicht überraschen.

 

Die Quote spiegelt nur relative Einkommensarmut wider 

Die Armutsgefährdungsquote wird in Politik und Medien als wichtigster „Armut“-Indikator verwendet, gleichwohl ist ihre Aussagekraft gering. In der Quote spiegelt sich nämlich nur relative Einkommensarmut wider. Würden bei uns alle Löhne, Gehälter und Sozialleistungen von heute auf morgen verdoppelt, verdoppelte sich automatisch das mittlere Einkommen – und alle Deutschen hätten doppelt so viel Geld wie vorher. Nur: Die Armutsgefährdungsquote bliebe unverändert.

Dasselbe gilt übrigens auch umgekehrt: Eine Halbierung sämtlicher Bezüge machte uns alle ärmer, änderte jedoch an der Quote nichts. Würden hingegen die rund 22.000 hier lebenden Einkommensmillionäre auswandern, reduzierte sich das mittlere Einkommen und damit die Zahl der „Armen“. Noch so eine Ungereimtheit: Die meisten Studenten und Auszubildenden liegen unter der 60 Prozent-Schwelle, fühlen sich aber keineswegs als arm.

 

Tschechien als Paradies für deutsche Arme?

Wie gering die Aussagekraft der Armutsgefährdungsquote ist, wird ebenfalls im internationalen Vergleich deutlich. Tschechien, Slowakei, Slowenien und Ungarn, alles Länder mit einem deutlich niedrigeren Lebensstandard als Deutschland, weisen eine niedrigere Armutsgefährdungsquote als wir auf. Sie haben also im Sprachgebrauch der Armutsindustrie weniger Arme. In Wirklichkeit ist die „Armut“ dort nur gleichmäßiger verteilt. Man stelle sich das Erstaunen des Publikums vor, wenn in den „Tagesthemen“ oder im „heute journal“ nach der Verkündigung der neuesten „Armutsquote“ hinzugefügt würde, „innerhalb Europas ist die ‚Armut‘ in Tschechien am geringsten.“ Da würde mancher Zuschauer meinen, er wäre in eine Comedy-Sendung geraten.

Armut – tatsächliche wie vermeintliche – wird im Wahljahr 2021 als Begründung für höhere Steuern oder die Einführung einer Vermögensabgabe herhalten müssen. Denn SPD, Grüne und Linke werden Umverteilung zu einem zentralen Wahlkampfthema machen. Dabei hilft die weitverbreitete Unkenntnis über das tatsächliche soziale Gefälle. So waren nach einer Allensbach-Umfrage 40 Prozent für höhere Hartz-IV-Sätze. Als den Befragten dann aber gesagt wurde, wie hoch diese Transferleistung tatsächlich ist, waren nur noch 20 Prozent für höhere Hartz-IV-Leistungen. So „bereichert“ sich die Armutsindustrie am mangelnden Wissen der Deutschen über die tatsächliche soziale Lage. Das Ergebnis ist „angelernter Missmut“.

 

 

leser kommentare

 

Ich sehe zwei große Problem

1. wenn die Transferleistungen immer höher steigen, lohnt sich Zunehmend für viele das Arbeiten nicht mehr oder sie arbeiten nebenher schwarz.
2. wenn die politischen Rahmenbedingungen zunehmend so gesetzt werden, dass wenige Megareich werden, weil sie quasi Monopolstellungen haben oder weil Sie zum Illustren Kreis der Konzernlenker gehören, erodiert die Mitte und wir steuern tatsächlich auf eine Zweiklassengesellschaft zu.

Beide Probleme lassen sich nicht durch Umverteilung von der Mitte nach unten lösen, sie würde nur die Bildung in einer Zweiklassengesellschaft Beschleunigen, in der es überspitzt gesagt nur noch tatsächlich arme und tatsächlich reiche gibt.

Der Kapitalismus ist ein starker Motor für Inovation und Wohlstand, wir müssen jedoch aufpassen, dass er nicht zu einem Feudalismus mutiert, oder dass seine negativen Auswirkungen den Sozialismus wieder hoffähig machen. Beides wäre eine Katasstrophe.

  •  

 

Sozialverbände als Teil der Armutsindustrie

Was man von der Armutsindustrie und ihren "hehren" Motiven zu halten hat, wird exemplarisch seit Jahren von der AWO vorgeführt (hierzu gab es schon mehrere Artikel auch im Cicero). Deren Funktionäre stopfen sich immer ungenierter die eigenen Taschen voll, beklagen aber gleichzeitig die immer größer werdende Ungerechtigkeit und die wachsende Kluft zwischen Armen und Reichen. Man reibt sich verwundert die Augen und fragt sich, ob es noch frecher geht. Was leisten sie eigentlich, das diese exorbitanten Gehälter rechtfertigt? Man kommt nicht umhin festzustellen, dass gerade solche Sozialverbände selber viel zu den Zuständen beitragen, die sie beklagen. Schlimm ist auch, dass keine der sogen. Volksparteien willens ist, diesen Sumpf auszutrocknen. Im Gegenteil. Warum beispielsweise thematisieren die SPD-Chefs nicht das Verhalten des SPD-Bürgermeisters von Frankfurt, der Teil des AWO-Sumpfes ist? Warum wird ein solcher Mensch nicht zum Rücktritt genötigt?

 

 

Das Spiel mit der relativen Armut

Ein interessantes Thema "Armut in Deutschland", das Dr. Müller-Vogg hier fundiert kritisch mit Zahlen untersetzt.
Mit dem Armutsbegriff wird leider viel Schindluder getrieben. Da es absolute Armut in unserem Lande nicht gibt, definiert man eine "relative Armut" und darauf aufbauend ein eindrucksvolles Begriffssystem, das Wissenschaftlichkeit suggeriert.
Die Ausgaben für den Sozialstaat wuchsen und wachsen. Parallel entstand eine regelrechte Armutsindustrie, die sich am Sozialstaat bedient und ihre Ansprüche lautstark vertritt. So verfolge ich manchmal die Auftritte des Armutsforschers Prof. C. Butterwegge, dem ich kaum zustimmen kann.
Der Artikel von Dr. Müller-Vogg hilft, Armutsprobleme besser einzuordnen. So wird auch auf die importierte Armut vieler Einwanderer hingewiesen. Und was Azubis und Studenten betrifft, die ja in die Armuts-Statistik mit eingehen, das ist ein Sonderfall.
Generell bezweifle ich aber nicht, dass es auch in DE Armut gibt.

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Die Relativ-Theorie

Für alle die mit Armut Geld verdienen wollen, z.B. wie Die sogenannte Sozialindustrie. Sie wird Immer sagen wir brauchen mehr Geld um es zu verteilen. Es sind Lobbyisten, die Menschen betreuen wollen und Sie in eine Abhängigkeit bringen. Sie werden dafür bezahlt. Bei tatsächlicher Bedürftigkeit ist es richtig und wichtig, bei vielen Menschen ist es kontraproduktiv. Es ist Aber alles relativ, weil es kommt immer auf den Betrachtungswinkel an.
In Italien z.B. gibt es mehr Menschen mit Wohn-Eigentum als in Deutschland.
Wer reich ist, oder arm, ist eher ein subjektives Gefühl. Somit kann Keiner so genau sagen was er ist. Denn erst wenn man in eine Finanzielle Schwierigkeit gerät, merkt Jeder wie Es um Ihn steht, weil keine Rücklagen da sind. Denn jeder dritte Haushalt hat keine Rücklagen. Deswegen ist es wichtig den Menschen nicht ihre Selbstständigkeit zu rauben, sondern in die Lage zu versetzen selbst zu handeln, und dafür sorgt Das Steuern und Abgaben nicht zu hoch sind.

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Wow!

vielen Dank Herr Dr. Müller-Vogg. Wieder was dazu gelernt. Dabei hatte ich erst vor kurzem ein Streitgespräch zu diesem Thema mit meiner besten Freundin Anne. Anne ist Psychologin und überzeugte Kämpferin für die Armen. Einen Teil ihres Einkommens erwirtschaftet sie mit Seminaren für die Armutsindustrie. Da geht mir doch ein Licht auf. Nein es ist ein Scheinwerfer!

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